In Ketten

Vater, Vater Gebilde meiner selbst,
deine Weg du selber wählst.
Und die Tochter zu deiner linken,
deren Augen glänzend blinken,
ihre Beine wie ein Baum du fällst.


Lange nicht gesehen dein Fleisch und Blut,
lag Sie doch in deiner Obhut.
Doch das eine Tier in dir,
beherrschte dich in der Hand die Gier,
und heraus schoss deine Glut.


Auf das Gerippe was wie gelähmt,
sich bis heute deshalb schämt.
Verfolgt von Geistern der Vergangenheit,
liegt in Ketten unbefreit,
nur von Tränen weggeschwemmt.


So trägt die Seele Kettenspuren,
da hilft kein Sessel keine Kuren.
Geprägt von Demut und Peinigung,
wartet auf die Seelenreinigung,
bis zum Stillstand deiner Uhren.