Gebeinte Schlange

Ich trage diese Worte längst in mir
und sie ballen meine Faust.
Werd im inneren zum Tier,
weil du Lügen aus den Wolken klaust.
Der mit dem und dieser tuts dir gleich,
wer Wind saet wird Sturm ernten.
An erfinderischen Lügen bist du reich,
wenn es einen Gott gibt, wird er es schon wenden.
Mit Qualen sollst du Leben und verenden,
und meine Worte bleiben stumm.
Den kein Mensch wird es je beenden,
und dein Wissen bleibt ein Irrtum.
So lächle und nicke ich dir zu,
während du über jeden was zu berichten weisst.
Solange ich nicht das gleiche tu,
bis die Schlange sich selbst in den Schwanz beisst.

Die Halle

Stilles rauschen dringt durch die Halle,
ein Gebilde trägt diese in die Luft.
Getragen wird dies fort an,
solang ein Herr nach diesem ruft.
Nur der Wind weht durch die Halle,
Eigenleben gibt es nicht.
Kennt keine Moral keine Ethik,
folgen ist die einzige Pflicht.
Lass Menschen in die leere Halle,
von nah und aus der Ferne.
Lass die Illusionen aus der Halle,
blick zu Erden, nicht zu den Sternen.

Phönix

Auf Erden verweilt, doch lange nicht gelebt,
am Rande des Todes, im Lebenden Kleid.
Keinen Meter bewegt wenn die Erde bebt,
zu nahe lag neben Freud das Leid.
Tränen auf der Seele, doch niemand sah,
wie die Dunkelheit mir folgte.
Des Teufels krallen waren nah,
bis ein Wesen mich ins Leben holte.
Doch auch der Regenbogen braucht Regen,
um im Glanz über uns zu scheinen.
Die Sintflut lag mir auf allen Wegen,
dem ertrinken nah, wäre schlecht zu weinen.
So wäre ich ertrunken im eigenen Meer,
doch du warst die Insel voll mit Leben.
Ohne Dich wäre ich nicht mehr,
du lässt meine Seele beben.
So gabst du meiner Hülle ganz,
Inhalt der wieder dem Leben geneigt.
Heraus vom Tod zum Seelentanz,
du bist der Wegweiser, der unsere Zukunft zeigt.

In Ketten

Vater, Vater Gebilde meiner selbst,
deine Weg du selber wählst.
Und die Tochter zu deiner linken,
deren Augen glänzend blinken,
ihre Beine wie ein Baum du fällst.


Lange nicht gesehen dein Fleisch und Blut,
lag Sie doch in deiner Obhut.
Doch das eine Tier in dir,
beherrschte dich in der Hand die Gier,
und heraus schoss deine Glut.


Auf das Gerippe was wie gelähmt,
sich bis heute deshalb schämt.
Verfolgt von Geistern der Vergangenheit,
liegt in Ketten unbefreit,
nur von Tränen weggeschwemmt.


So trägt die Seele Kettenspuren,
da hilft kein Sessel keine Kuren.
Geprägt von Demut und Peinigung,
wartet auf die Seelenreinigung,
bis zum Stillstand deiner Uhren.

Von allen guten Geistern

Wellen brechen an den Steinen,
wo Leichen tief im Wasser liegen.
Unter Wasser lässt sich zwar weinen,
doch wird es dort niemand mitkriegen.
Auf der Flucht vor der Welt die man liebt,
ohne Kapitän und den Tod im Nacken.
Und wer der Reise unterliegt,
hört nur noch wie Knochen knacken.
Helfen will Europa nicht,
die Flut von Menschen sei zu gross.
Doch steht man vor dem jüngsten Gericht,
legt Demut auch in jeden Schoss.

Geist der Weihnachtszeit

Draussen ist es dunkel,
so wie auch in meiner Seele.
Wärme ist nicht in allen Herzen,
doch werd ich auf die Suche gehen.
Die Strasse entlang,
auf der Flucht aus der Leere.
Der Weg hinter mir brennt,
das Leben ist eine grosse Schere.
Ich bin ein Eisberg,
nur die Spitze wird erkannt.
Im verborgenen liegt,
was nicht an die Oberfläche gelangt.
Nun steh ich hier,
seh die Lichter wie sie entgegen kommen.
Gleich werden wir uns wiedersehen,
und so lag ich da zerronnen.
Chaos herrschte nun auf den Geleisen,
Menschenmassen dachten schnell.
All dieses Chaos nur wegen eines Menschen,
doch die Geister wurden nicht hell.
Kalte Herzen gehen weiter durch ihr Leben,
in einer Hand die Liebe in der anderen der Degen.

Labyrinth

Strassen, Bauten Schranken,
Ratten die durch diese gehen.
Gesunde wie die Kranken,
halbtote wie die, die im Safte stehn.
Die Faden sind gespannt,
und Hände leiten die Gerippe.
So mancher führt man an die Wand,
auch mal zu einer Lippe.
Doch die Faden reissen nie,
man weiss, was man bekommt.
So gehen sie weiter tief zu Knie,
und niemand dem diesem Labyrinth entkommt.

Höllenfeuer

Schon zur Welt kam ich mit dem Teufel an der Seite,
er versuchte mich in seinen Ban zu ziehen.
Doch etwas wollte nicht dass ich dort hin gleite,
meine Seele konnte ins Leben fliehen.
Er blieb mir im Genick, verfolgte mich durch die Kindheit,
versuchte immer wieder mir die Bahnen zu verschieben.
Oft gelang es ihm und legte auch noch Steine bereit,
und gab es viele Rückschläge, hab ich mich immer wieder von den Ketten befreit.

Stille Nacht

Einst war ein Mann mit Frau und Kindern,
täglich Radau und tam tam tam.
Die Weihnachtszeit sollt es nicht lindern
und der Nikolaus Tag kam heran.
Den meisten er Nüsse und Mandarinen bringt,
gar Lebkuchen nicht nur ein Brot.
Doch heut ein Mann ums leben ringt,
der 6. Dezember bracht ihm den Tod.

Spielzeugsoldat

Hand in Hand für das gelobte Land,
so ist der Slogan der dich führt.
Im Gleichschritt, dass Magazin nun klickt
und nun wird der Abzug berührt.
Kugeln fliegen, Menschen unterliegen
und Niemand weiss worum es geht.
Blut gerinnt - niemand gewinnt,
auch wenn am Ende nur noch einer steht.


Du bist ein Bauer auf dem Schachbrett,
der König bleibt zu Haus.
Liegt daheim im warmen Bett,
oder gar im Freudenhaus.
Spielzeugsoldat.


Frau und Kind im kalten Wind,
ihnen ist angst und bange.
Sie begehren er wird zurückkehren,
Tränen laufen über die Wange.
Sieh doch ein und kehre Heim,
die Familie braucht dich sehr.
Tränen flossen und Blut vergossen,
all dies liegt auf der Seele schwer.


Du bist ein Bauer auf dem Schachbrett,
der König bleibt zu Haus.
Liegt daheim im warmen Bett,
oder gar im Freudenhaus.
Spielzeugsoldat


Du weisst nicht warum dieser Krieg entstand,
nun stehst du vor dem Feind und an der Wand.
Und der Lauf des Feindes der wird warm,
Kugeln jagen durch dein Herz und den Darm.
Vielleicht wird dein Tod geehrt,
aber war es dies wirklich Wert?


Du bist ein Bauer auf dem Schachbrett,
der König bleibt zu Haus.
Liegt daheim im warmen Bett,
oder gar im Freudenhaus.
Spielzeugsoldat